Noch keine Geschenkidee für ein Geburtstagsfest usw.? Wie wärs mit Bettdecken und Pölster aus der Wollproduktion von Tyrollama. Oder vielleicht mit einem Gutschein für eine Trekkingtour?

Lamatrekking und Lamazucht im Herzen von TIROL
Lamas werden oft auch „Andenschiffe“ oder „Andenlastwagen“ genannt.
Tabou blickt neugierig aus dem Lama-Stall.
Dank der Lamas konnten die Indianer Südamerikas, die Inkas, damals ihr großes Reich aufbauen, denn sie brachten die Waren auf ihren R ücken in die abgelegensten Dörfer.
Über Jahrhunderte transportierten Lamas Salz, Getreide und andere Güter durch bzw. über die Anden. Die Lamas waren auch Woll- und Fleischlieferant für die Einheimischen.
Dort wo die Berge in Peru und Bolivien keine anderen Transportmittel zulassen, werden heute noch Lamas als Träger eingesetzt. Lamas sind bestens geeignet für Exkursionen in die Berge. Die Ausstrahlung, und ihre ruhige Art machen es zu einem sicheren Gefährt für Personen aller Altersstufen.
Sie bewegen sich in schwierigem Gelände mit Leichtigkeit und können sich in Gegenden aufhalten, wo andere Packtiere mehr Schwierigkeiten haben. Die Unterseite ihrer Füße besteht aus zwei lederartigen Kissen mit gekrümmten Nägeln an deren Enden. Es braucht keine Hufe oder Schuhe, um diese erstaunlich wiederstandsfähigen Füße zu schützen. Ausgewachsene Lamas erreichen ein Körpergewicht von bis zu 200 kg. Sie können mit max. 20% des Körpergewicht beladen werden, je nach Kondition des Tieres. Bei extremer Hitze oder steilen Bergtouren muss das Tragegewicht reduziert werden.

Allgemeine Informationen über Lamas
Lamas und Alpakas sind heute längst nicht mehr die exotischen Einwanderer aus Südamerika, wie noch vor ein paar Jahren. In den Herzen der europäischen Tierfreunde haben sie sich mittlerweile einen festen Platz erobert. Durch ihren Sanftmut und ihre ruhige Ausstrahlung eignet sich dieses Kleinkamel als Haus- und Familientier wie kaum ein anderes. Sie werden hauptsächlich als Hobby- und Freizeittiere gehalten. Aber auch als Begleitung bei Wanderungen oder zum Tragen von Gepäck bei Trekkingtouren, und in der tiergestützten Therapie werden sie erfolgreich einsetzt. Kindern gegenüber benehmen sie sich äußerst geduldig und vorsichtig. Wer sich in ihren Bann ziehen lässt, kommt so schnell nicht mehr von ihnen los.

ZOOLOGIE
Lamas und Alpakas sind Paarhufer und zählen dort zur Unterordnung der Schwielensohler.
Sie haben zwei Zehen und laufen auf sogenannten Ledersohlen. Die Familie der Kamele spaltet sich in Altweltkameliden (Dromedar und Trampeltier) und Neuweltkameliden (Wildformen: Guanako und Vicunja, domestiziert: Lamas und Alpaka). Alle Kameliden sind Wiederkäuer, besitzen aber im Gegensatz zu den echten Wiederkäuern nur einen dreiteiligen Magen. Auf Grund ihres niedrigen
Proteinbedarfs kommen sie gut auf extensiv bewirtschafteten Flächen zurecht. Lamas und Alpakas sind mit 1-2 Jahren geschlechtsreif. Die Tragezeit liegt bei ca. 350 Tagen. Einlingsgeburten sind die Regel.
Die Lebenserwartung liegt bei 20 – 25 Jahren. Minustemperaturen machen ihnen nichts aus.
Neuweltkameliden haben ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie sollten daher niemals allein gehalten werden. Lamas und Alpakas lassen sich zwar problemlos mit anderen Tieren vergesellschaften (wie z.B. mit Pferden, Schafen, Ziegen und Eseln), sollten aber dennoch nur in einer Gruppe mit mindestens zwei Tieren gehalten werden.

Spucken Lamas?
Ja - das Spucken ist aber eine Ausdrucksform der Rangordnung innerhalb der Herde. Gezielt nach Menschen spucken Lamas äußerst selten. Dies tun sie nur dann, wenn sie extrem gereizt werden oder sich von Menschen bedroht fühlen. Bei Rangordnungskeilereien, sozusagen als Vorwarnung, spucken sie zuerst einmal nur geradeaus. Es ist auch nur ein gewöhnlicher Speichel vermischt mit dem, was sie vorher gerade im Maul hatten. Wenn der Artgenosse die Vorwarnung nicht glaubt, so kann das Lama gezielt eine „Ladung“ regurgierten Magensaft spucken, um die Botschaft zu verdeutlichen.

Was bedeutet die Ohrenstellung?
Mit ihren großen Ohren drücken sie deutlich ihre Gefühle aus. Flach nach hinten gelegte Ohren bedeuten: etwas passt nicht oder ist mir nicht geheuer. Ganz nach vorne gestreckte Ohren zeigen an, dass das Lama neugierig ist, was es da wohl zu sehen gibt. Sie richten die Öffnung ihrer Ohren immer in die Richtung, aus der die Geräusche kommen.

Lamas sind Fluchttiere
Bei Gefahr können Lamas sehr schnell rennen und sehr hoch springen. Aber das Lama hat eine ungeheure Neugier. Diese ist so stark, dass es in der Regel zuerst hingeht um nachzuschauen, bevor es dann vielleicht die Flucht ergreift. Schreckhaft wie Pferde sind sie überhaupt nicht.

Unterschied zwischen Lamas und Alpakas
Am auffälligsten sind die Grösse und die Bewollung. Lamas haben eine Widerristhöhe von bis zu 120cm Höhe, und erreichen ein Gewicht von 125 bis 225kg. Die Widerristhöhe von Alpakas beträgt max. 100cm, und das Gewicht liegt bei 60 – 80 kg. Die Bewollung (das Vlies) der Alpakas ist stärker, wird auch bei Tierbewerben prämiert. Hingegen sind Lamas nicht so stark bewollt, und das Vlies hat auch nicht diese Bedeutung.

Pflege
Bei der Pflege ist darauf zu achten, dass ca. 2-3 x im Jahr die Zehennägel zu kürzen sind und je nach Wolltyp alle 1-2 Jahre geschoren werden sollte. Die Wolle schützt sie vor Kälte und Hitze. Auch dient die Wolle auf dem Rücken als zusätzliche Polsterung der Packsättel. Ich schere meine Tiere nur nach Bedarf des einzelnen Tieres. Gegenüber Krankheiten sind Lamas und Alpakas im Allgemeinen sehr robust. Zwei mal im Jahr sollte gezielt entwurmt werden, und eine regelmäßige Impfung ist zu empfehlen.

Ansprüche von Neuweltkameliden
Lamas und Alpakas sind mit ihren Futteransprüchen sehr Bescheiden. Heu, Wasser und Mineralien müssen immer ausreichend zur Verfügung stehen. Mit Kraftfutter sollte man sehr sparsam umgehen, da sie schnell zur Verfettung neigen. Auch bei der Haltung sind sie sehr bescheiden. Es genügt ein Unterstand, der auf drei Seiten geschlossen ist, um sich vor Hitze und Regen zu schützen. Dieser sollte mindestens je Tier 2m² groß sein. Reine Stallhaltung ist strickt abzulehnen, es sollte ein ganzjähriger Weidegang möglich sein.
Als Einzäunung eignet sich am Besten ein Wildzaun. Lamas 1,6m hoch – Alpakas 1,4m hoch.

Warum sind Lamas fürs Gebirge geeignet?
Lamas sind für das Gebirge ideal, weil sie ursprünglich aus dem Hochland der Anden stammen und haben gegenüber anderen „Flachland“-Tieren folgende Vorteile:

  • Sie haben einen geringen Proteinbedarf und kommen deshalb auf extensiv bewirtschafteten Böden sehr gut zurecht. Es ist also ein Tier, das mit dem an Ort und Stelle gewachsenen Futter auskommt.
  • Lamas sind relativ leicht. Ein ausgewachsener Hengst wiegt etwa 150 bis höchstens 250 kg. In Kombination mit ihren speziellen Füssen (Schwielensohlen), machen sie kaum Trittschäden. Ihre
    Trittsicherheit im Gebirge ist hervorragend.

Auf den folgenden Tierseiten können Sie mehr über jedes einzelne meiner Zucht- und Trekkingtiere erfahren. Alle meine Tiere sind im Landesregister registriert und tragen einen Microchip. Auch werden sie regelmäßig entwurmt und geimpft.

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